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| URL: | http://balance-fahrradladen.de/zubehoer/die-navigation.php |
| Stand: | 07.02.2012, 00:19 Uhr |
| Hinweis: | Sämtliche Informationen vorbehaltlich Irrtümer und Druckfehler |
Etrex Vista HCx.
Im Zeitalter Satellitengesteuerter Navigation kommen wir als Radlerinnnen und Radler nicht umhin, uns diesem Thema mit unseren speziellen Bedürfnissen zu nähern. Das Angebot am Markt ist vielschichtig und reicht von Adaptionen für moderne Mobiltelefone bis zum multifunktionalen Outdoorgerät. Um im Dschungel der Angebote den Überblick zu behalten empfehlen wir die Lektüre von Fachzeitschriften und Testergebnissen. Das Angebot, das wir euch in unserem Laden präsentieren, ist eine kleine Auswahl, aber unserer Meinung nachkonsequent auf die Radfahrerbedürfnisse zurechtgeschnitten.
Obschon es tolle und anspruchsvolle Lösungen für Handy, Ipod und Co gibt, wollen wir hier nicht näher darauf eingehen. Das hat verschiedene Gründe. Zunächst einmal disqualifiziert die mangelde Robustheit und fehlende Wasserdichtigkeit die meisten Kommunikationskollegen und Taschenmultimediaexperten. Darüber hinaus sind die meisten hochglanzdisplays nicht auf den Tageslichteinsatz ausgelegt. Die richtigen Outdoorgeräte verfügen übner Spritzwassergeschützte Gehäuse, stoß- und kratzfeste Displays verfügen zumeist über Anzeigen, die das Tageslicht reflektieren und damit ideal für „draußen“ sind. Daher haben wir vor allem die „richtigen“ Outdoornavis im Fokus.
Bei unserer Auswahl an Geräten haben wir den Hauptschwerpunkt auf guten Satellitenempfang gelegt. Der Grund dafür: wir tragen damit den Ansprüchen der Radler Rechnung, die viel in waldreichen Regionen fahren wollen, wo der Empfang mit einfacheren GPS-Antennen meist nicht zuverlässig funktioniert. Und sind wir mal ehrlich: Wir leben in Bochum, im Herzen des Ruhrgebietes, und im Schnitt haben wir nur etwa 80 bis 120 Tage im Jahr Sonnenschein und klaren Himmel. Den Rest der Zeit bewegen wir uns zumeist unter einer dichten Wolkendecke. Daher funktionieren die von uns gewählten Geräte auch bei Abschattung immer noch gut. Des Weiteren haben alle von uns präsentierten Geräte einen „echten“ Kompass und einen barometrischen Höhenmesser eingebaut. Die Ausrichtung und die Höhenwerte können zwar auch durch die Satellitenpeilung ermittelt werden, doch mit den genannten Features werden die Geräte einfach genauer, und eine Orientierung auf der digitalen Karte soll auch im Stand möglich sein.
Zunächst einmal sollte man sich vom Vergleich mit den KFZ-Navis befreien. Eines sei hier klar gesagt. Zielort eingeben und losradeln funktioniert nicht. Oder zumindest noch nicht. Und mal ehrlich unter uns Pedalschwestern: für uns ist doch der Weg das Ziel! Wer will schon von Bochum nach Herne Fahren und über die B51 gelotst werden, wenn er doch die Erzbahntrasse als Alternative zur Verfügung hat.
Zur Funktionalität der GPS-Geräte empfiehlt sich der Hänsel-und-Gretel-Vergleich. Dein GPS streut gewissermaßen Brotkrumen aus, die du hinterher wieder einsammeln kannst. In einem bestimmten, einstellbaren und an die Fahrgeschwindigkeit angepassten Takt speichert das Gerät Standortinformationen und reiht sie zu einer Spur aneinander, Track genannt. Ohne mich jemals mit dem Thema GPS beschäftigt zu haben, kann ich also zumindest einfach mal losfahren, ohne mich zu verirren. Wenn ich die Nase voll hab, dann fahre ich einfach entlag der digitalen Brotkrumen wieder zurück.
Diese Tracks kann ich zu Hause auf meinem Rechner abspeichern und vermittels diverser digitaler Karten anschauen. Solches funktioniert am besten auf dem kostenpflichtigen Kartenmaterial, läßt sich aber auch mit webgestützten Karten realisieren. Das Internet bietet mir jedoch weit mehr. Ambitionierte Radler und Wanderer speichern ihre Touren im Netz auf sogenannten GPS-Portalen, so dass ich mir für fast jede Region in Europa diese Tracks herunterladen und nachfahren kann. Die meisten sind mit sinnvollen Hintergrundinformationen über Länge, Dauer und Anspruch der Tour versehen.
Die kommerziellen oder auch in der open-source Gemeinde bereitgestellten digitalen Karten ergänzen mein GPS-Gerät und erleichtern die Orientierung auf dem Display. Einige der kommerziell angebotenen Digitalkarten sind mittlerweile sogar routingfähig, das bedeutet, dass wir uns doch noch dem KFZ-Navi annähern. Da diese Routingfähigen Karten leider nur ungern über Radwege und durch Nebenstraßen navigieren, empfehlen wir ergänzend dazu eine detaillierte Routenvorbereitung am PC mit möglichst vielen Zwischenzielen. Richtig vorbereitet und angewandt heißt es schließlich doch: Einschalten, Route auswählen und losradeln.
Wir von Balance haben uns mit dem Thema GPS gründlich beschäftigt und haben allesamt viel Spaß dabei bekommen. Die Investitionskosten mögen vielleicht abschrecken, doch der Fahr- und Benutzerspaß entschädigt aufs trefflichste. Da wir so tief drin sind in der Materie stehen wir euch gerne mit Rad und Tat zur Seite.
Zum Schluß noch ein Buchtip:
Thomas Froitzheim – GPS für Biker, erschienen im BVA Verlag (haben wir natürlich auch im Laden)
Der Mann hat's richtig drauf
Viel Spaß beim Navigieren...